Lehrbriefe von Mhaádeii AmaMia
Mhaádeii AmaMia hat in den Jahren ihres Weges Lehrbriefe für ihre Schüler verfasst, die 2010 in ihrem Buch "Lebensschule - verstehst Du Dich" herrausgegeben wurden.
Auf dieser Seite stellt sie die Briefe nun für jeden Menschen zur Verfügung.
Der nächste Brief erscheint am: 05.07.13
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Über die Schönheit
Lieber Gefährte auf der Reise des Lebens,
mit großer Liebe begegne ich Dir, denn ich möchte Dir etwas über die Liebe in Dir selbst erzählen, und zwar wo Du dieser Liebe begegnen kannst und etwas über das Wesen dieser Liebe. Das Wesen der Liebe ist im Kern Achtung und Respekt vor jeder Form der Schöpfung. Du begegnest dieser Liebe in den Augen eines anderen Menschen, weil Du über die Augen direkt in sein Herz schauen kannst. Menschen, die mit Liebe auf einen anderen Menschen blicken, schauen zuerst direkt in die Augen eines Menschen hinein, denn die Augen eines Menschen sind der Spiegel seiner Seele. Willst du einem anderen Menschen in Liebe begegnen, dann schaue zuerst in seine Augen und erst dann weiter auf seine Haare, seine Haut, seine Kleidung, und ganz zuletzt nimm seine gesamte Erscheinung wahr, dann wirst Du alles an diesem Menschen mit Liebe betrachten und Achtung und Respekt vor ihm empfinden können, egal ob er schmutzig und ärmlich oder gepflegt und reich erscheint. Das Äußere eines Menschen kann Dich über seinen wahren Wert hinwegtäuschen, nur in den Augen siehst Du die Wahrheit.
Wenn Du einem anderen Menschen in die Augen schaust und Du begegnest dieser Liebe nicht, dann liegt dies nicht an der Unreinheit des anderen Menschen, sondern an dem, was zwischen Dir und Deinem Kern der Liebe steht. Du begegnest dann Deinen Erwartungen, Wünschen, Abgrenzungen, Ängsten und Schatten. Du begegnest ihnen nicht, weil sie real sind, sondern weil Du dann Deiner Egostruktur in den Augen des anderen Menschen begegnest. Die Augen des anderen Menschen sind Dein Reflektionsspiegel, an ihnen erkennst Du, wo Du stehst. Du kannst erst dann in den Augen des anderen Menschen der Liebe begegnen, wenn Du tiefer blickst, als das Ego Dir erlaubt. Begegne dem Ego ohne Angst, dann tritt es bereitwillig zur Seite und Du wirst dahinter die strahlende Reinheit Deiner eigenen Liebe erkennen, und glückselige Freude wird sich in Deinem Herzen ausbreiten, wenn Du erfahren darfst, dass DU Liebe bist. Aber wann schaust Du wirklich direkt in die Augen des anderen Menschen hinein? Schaust Du nicht eher an ihm vorbei, über ihn hinweg, durch ihn hindurch, oder schließt Du sogar lieber Deine Augen, wenn ein anderer Mensch ganz nahe und vertrauensvoll an Dich herankommt und Dir tief in Deine Augen schauen will?
Gehe bewusst auf die anderen Menschen zu, erlaube den Blickaustausch Auge in Auge und fühle dann in Dein Herz hinein. Was geschieht mit Dir? Schaue heute bewusst jedem Menschen, der Dir begegnet, zuerst in die Augen und dann erst auf seine gesamte Erscheinung. Spüre mit Erstaunen, wie viel Achtung und Respekt Du bereits in Dir verwirklicht hast.
Es lohnt sich, Dir selbst mit Liebe in den Augen des anderen Menschen zu begegnen. Traue Dich und freue Dich über Deine Entwicklung. Ich weiß, Du bist besser als Du denkst, und ich möchte, dass Du dies heute erfahren darfst.


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2. Kommentar von Mhaádeii, veröffentlicht am 22.05.2012
Die dritte Lebensthese lautet:
Jeder Mensch trägt die unmittelbare Verantwortung für alle Konsequenzen aus seinen Schöpfungen, egal ob ihm dies bewusst ist oder nicht bewusst ist.
Erster Kommentar zur dritten Lebensthese
Was bedeutet der Begriff „Verantwortung“ im Elphismus? Wo beginnt diese Verantwortung und wo endet sie? Geht die Verantwortung über dieses Leben hinaus oder ist sie mit dem physischen Tod beendet? Wie weit reicht die karmische Sippenhaftung?
Der Begriff Verantwortung setzt sich aus vier Silben zusammen: Aus „Ver, Ant, Wort, ung“, meint mit dem Wort verbunden und bedeutet im Elphismus, dass auf jede Schöpfung, die sich aus dem gesprochenen Wort heraus manifestieren wird, eine Antwort als Resonanz erfolgen wird, die mit dem Schöpfer solange verbunden bleibt, bis sie erlebt wurde.
Der Mensch soll durch den Elphismus daran erinnert werden, dass sein gesprochenes Wort Schöpfungskraft trägt und er sich seiner Verantwortung als Schöpfer wieder bewusst werden muss. Jedes gesprochene Wort wird sich realisieren und trägt damit immer eine Verantwortung in sich, egal ob der Sprechende sich darüber bewusst ist oder nicht. Das meiste von dem, was der durchschnittlich bewusste Mensch täglich so dahin plappert über seine kleinen Zipperlein, seine Pläne, seine Meinungen und Bewertungen, besonders aber über die Dummheit, Schlechtigkeit und Fehler der „Anderen“ und seine persönliche Einstellung dazu ist sinn-, gedanken- und verantwortungslos und wird damit zu Schöpfungsmüll für den Schöpfenden. Dieser Berg von Schöpfungsmüll, der sich zwischen der Entstehung von Schöpfung durch das gesprochene Wort und der Realisation von Schöpfung als Leben aufgebaut hat, lässt den Menschen seine Verantwortung leicht vergessen, weil ihm der unmittelbare Zusammenhang seiner Worte zu der späteren vollendeten Realität fehlt. Er kann sich durch die Zeit dazwischen nicht mehr erinnern und fühlt sich dem Schicksal hilflos ausgeliefert, wenn ihm sein Schöpfungsmüll später als Realität präsentiert wird. Das Schöpfungsprinzip unterscheidet jedoch nicht nach Bewusstheit oder Unbewusstheit. Das Schöpfungsprinzip reagiert auf jedes gesprochene Wort unmittelbar und aktiviert dafür den entsprechenden Schöpfungsplan, der sich mit dem Schöpfer solange verbindet bis er erfüllt ist.
Menschenwesen, sei Dir darüber bewusst, dass jede Deiner unbedachten Bemerkungen, jeder unüberlegte Einwand von Dir zu Hilfsangeboten, jede geäußerte Besorgnis zur Zukunft, ja jede Kritik Dich irgendwann als Lebensrealität an diese Verantwortung erinnern wird, obwohl Dein menschlicher Geist sich nicht mehr an die Situation selbst erinnern kann. Die Verantwortung für alle Schöpfungen durch das gesprochene Wort ist nicht mit dem physischen Tod beendet, sondern wird für mindestens sieben Generationen verwahrt. Das bedeutet für viele Menschen, dass sie in der Tat niemals mit ihren bewussten Schöpfungen konfrontiert werden, bzw. niemals die Erfahrung von der Erfüllung ihrer bewussten Wünsche machen können, weil sie durch die karmische Sippenhaftung während ihres ganzen Lebens den Schöpfungsmüll ihrer Vorfahren erleben müssen. Kein Wunder also, wenn Menschen ihre Verantwortung für ihr Leben verleugnen oder sie an göttliche Instanzen abgeben wollen, weil sie an der Erfahrung von Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit dem Schicksal gegenüber zermürbt wurden und nicht mehr an ihre Kraft glauben können.
Die Achtsamkeit für das eigene gesprochene Wort ist für jeden Menschen eine Selbstverständlichkeit, wenn er sich seiner Verantwortung als Schöpfer wieder bewusst werden möchte. Durch die gelebte Achtsamkeit im Sprechen ergeben sich Wege für den Menschen, die ihn zur Gnade führen ihn von seinem Schöpfungsmüll zu erlösen.