Lehrbriefe von Mhaádeii AmaMia


Mhaádeii hat in den Jahren ihres Weges Lehrbriefe für ihre Schüler verfasst. Ein Teil davon wurde 2010 in ihrem Buch "Lebensschule - verstehst Du Dich" herausgegeben.

Auf dieser Seite stellt sie die Briefe aus dem Buch nun für jeden Menschen zur Verfügung.

Der nächste Brief erscheint am: 17.10.18

Über das Licht

Liebe Gesegnete,
mit dem aufrichtigen Wunsch, euch durch die Wahrhaftigkeit des Herzens der Liebe näher zu bringen, teile ich mein Wissen mit euch. Ich will euch teilhaben lassen an dem Wissen, warum unsere Stärke zu unserer Schwäche führt.
Damit sich in unserem Bewusstsein ein Gedanke als wahr einprägen kann, muss es eine gleichartige Emotion, eine Gefühlsschwingung in uns geben, die diesen Gedanken bestätigt. Um eine Gefühlsschwingung, eine Emotion abrufen zu können, bedarf es zuerst einer durchlebten Erfahrung, einer Handlung, damit sich dieses Gefühlsmuster in unserer emotionalen Zellstruktur einprägen kann. Das bedeutet, dass zuerst die Erfahrung physisch erlebt werden muss, um ein Gefühl entstehen zu lassen. Wird dieses Gefühl als angenehm empfunden, entsteht die Verknüpfung zum Mentalkörper als schön, gut, angenehm usw. Im Ergebnis werden wir dieses Gefühlsmuster zu unserer Stärke machen, weil es positiv besetzt ist. Wird ein Gefühl als unangenehm empfunden, entsteht die Verknüpfung zum Mentalkörper als schlecht, abwehrend, zurückweisend etc., und es wird deshalb im Ergebnis unseren Schwächen zugerechnet werden.

Warum ist das so? Weil die entscheidende Instanz bei dieser Bewertungsskala das Ego ist, weil nur das Ego eine Bewertung von gut und schlecht, schwach oder stark vornehmen kann. Dafür wurde das Ego bzw. die Rollenstruktur, denn nichts anderes ist das Ego, konzipiert. Das Ego, bzw. die Rollenstruktur, war ursprünglich ein Hilfsmechanismus, ein Übersetzungsprogramm für die Erfahrungen in Zeit und Raum dieser materiellen Welt, damit unser ganzheitliches, nichtduales Selbst eine dualistische Erfahrung machen konnte, um dadurch Unterscheidungsvermögen zu entwickeln.

Das Ego hat nun also unsere unterschiedlichen Lebenserfahrungen nach einem Bewertungskatalog in angenehme und unangenehme Verknüpfungen in unserem Emotional- und Mentalkörper abgelegt. Im Folgenden brauchen wir nur einen Gedanken denken und sofort reagiert unser Emotionalkörper mit Ablehnung oder Zustimmung. Ein bestimmter Gedanke löst ein Gefühl aus, das mit Schwäche verbunden ist, und ein anderer Gedanke löst ein Gefühl aus, das wir mit Stärke identifizieren. Dies hat für die Zukunft zur Folge, dass wir unsere Handlungen danach ausrichten, ob sie in uns positive oder negative emotionale und mentale Erinnerungen auslösen. Die Handlungen, die in uns unangenehme emotionale und mentale Erinnerungen auslösen, versuchen wir zu meiden, weil sie uns mit Angst konfrontieren. Wo hingegen wir uns perfektionieren und suhlen in Handlungen, die in uns positive emotionale und mentale Erinnerungen auslösen und die wir zu unseren vermeintlichen Stärken entwickeln. Wir müssen aber unbedingt, wenn wir die unangenehmen emotionalen und mentalen Erfahrungen in das Gleichgewicht bringen wollen, die von uns negativ besetzten Lebenserfahrungen suchen und sie bis zum Schluss durchleben, damit wir unser karmisches Programm erlösen.

Ergo - sind wirklich unsere Stärken unsere Schwächen auf dem spirituellen Weg des Herzens, denn sie lenken uns ab von unserer Schwäche, immer wieder suchtartig Situationen zu suchen, die in uns bestimmte Emotionen hervorrufen, um dann ängstlich wegzulaufen, statt mutig durch die Situation bis zum Ende zu gehen, damit wir endgültig dieses Angstmuster lösen.

Wir bleiben fast immer an einer bestimmten Stelle unserer Lebenserfahrung stehen, wir erstarren, schlagen zu, oder drehen uns um und laufen weg. Solange wir uns an unseren Stärken festhalten können, werden wir nicht durch das Durchleben der Schwächen zum Ende der unendlichen Wiederholungen kommen.

Suche jetzt deine größte Schwäche in dir und bitte sie, sich dir heute zu zeigen. Schreibe deine Erfahrungen auf.